Vor KNDS-Börsengang: Koalition streitet über €25-Milliarden-Bewertung und Machtverhältnis mit Paris
Innerhalb der deutschen Regierungskoalition ist ein Streit über die Höhe der staatlichen Beteiligung am deutsch-französischen Panzerbauer KNDS entbrannt. Wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten, geht es um die Anteile, die der Bund vor dem geplanten Börsengang des Unternehmens erwerben will.
Die SPD, die das Finanz- und das Verteidigungsministerium kontrolliert, plädiert den Angaben zufolge dafür, vor dem Börsengang einen Anteil von rund 40% an KNDS zu übernehmen. Damit wäre Berlin nach dem Börsengang gleichberechtigter Großaktionär neben der französischen Regierung. Die Union unter Bundeskanzler Friedrich Merz, die auch das Wirtschaftsministerium führt, dringt hingegen auf eine kleinere Beteiligung von etwa 30%. Dies würde die Ausgaben des Bundes mindern, Berlin jedoch potenziell in eine schwächere strategische Position gegenüber Frankreich bringen.