Deutscher Infrastrukturboom droht an fehlendem Plan zu scheitern

Im Frühjahr machte der alte Bundestag den Weg frei für ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen. Der Geldtopf soll die ärgsten Risse in Deutschlands maroder Infrastruktur kitten: Holprige Straßen, sanierungsbedürftige Schienennetze, veraltete Schulen und Krankenhäuser.

Sechs Monate später steht das Gesetz zur Errichtung des Sondervermögens kurz vor der Verabschiedung, doch viel mehr als eine Ermächtigung für neue Ausgaben ist im Entwurf bisher nicht enthalten. Wo und wie die Mittel ausgegeben werden sollen, ist größtenteils unklar. Das schürt Ungeduld und wirft Fragen auf, ob der Fonds die gewünschten Effekte wirklich erreichen kann.