Burning Man Festival: Die Utopie kämpft ums Überleben
Burning Man Festival 1995.
Foto: Tomas Ovalle/Getty ImagesAbonnieren Sie auch unseren Newsletter Fünf Themen des Tages und erhalten Sie samstags das Hauptstadtgeflüster direkt in Ihre Mailbox.
Wer jemals einem Burner begegnet ist, weiß vermutlich: Die Packliste eines Teilnehmers am Burning Man Festival ist minutiös geplant, Erleuchtung wird durch radikale Freiheit gesucht — und in Black Rock City, mitten in der Wüste Nevadas, hat Geld keinen Wert. Beim alljährlichen Spektakel ist kommerzieller Handel tabu. Etwa 80.000 Menschen leben dort neun Tage lang im Spätsommer ausschließlich von mitgebrachten Vorräten und dem, was andere verschenken. Es gibt feuerspeiende Riesenoktopusse und in Rave-Höhlen verwandelte Flugzeugrümpfe – doch bis auf einige Eisverkaufsstellen, die verderbliche Lebensmittel retten sollen, wechselt kein Dollar den Besitzer.