Bei Insiderhandel klicken Handschellen: Der Tag mit Bloomberg
Den deutschen Ermittlern könnte da ein recht dicker Fisch ins Netz gegangen sein. Der Verdacht: Eine Gruppe von fünf Personen, darunter ein Investmentbanker bei Perella Weinberg in London, soll mit illegalem Insiderhandel einen zweistelligen Millionengewinn erzielt haben. Den Behörden zufolge war das Modell der Klassiker der Zunft, den Hollywood in “Wall Street” ein Denkmal setzte: Demnach wusste ein Banker vorab von Übernahmen, deren Ankündigung Aktienkurse in die Höhe treiben würde. Komplizen deckten sich mit den Papieren vorab ein und stießen sie nach Bekanntgabe ab. Die Höhe des Gewinns macht deutlich, dass hier kein kleines Rad gedreht wurde. Einer der Beschuldigten sitzt sogar in U-Haft.
Es ist der dritte aufsehenerregende Fall in nicht allzu langer Zeit, in dem Menschen in und um Deutschlands Finanzzentrum der Verlockung des schnellen Geldes durch Insiderhandel nicht widerstehen können. Vor einem Jahr wurde ein ehemaliger Lazard-Manager in Frankfurt zu einer Bewährungsstrafe verurteilt, weil er einem Partner mit ähnlichen Tipps zu rund 8,5 Millionen Euro Gewinn verholfen hatte. Ein ehemaliger Fondsmanager von Union Investment musste ins Gefängnis, weil er mit den ihm anvertrauten Geldern 8,3 Millionen Euro unredliche Gewinne gemacht hat.