GERMANY PROPOSES TRANSMISSION FEES FOR DEUTSCHE TELEKOM (GER)

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Die nachfolgende Pressemitteilung finden Sie in Kürze als Download unter 
www.bundesnetzagentur.de/pressemitteilungen          
Bundesnetzagentur          
P R E S S E M I T T E I L U N G          
Bonn, 11. Juli 2014          
Entgeltvorschlag für neue Festnetz-Zusammenschaltungsentgelte veröffentlicht     
Die Bundesnetzagentur hat heute einen Entscheidungsentwurf für neue 
Festnetz-Zusammenschaltungsentgelte (sog. Durchleitungsentgelte) der Telekom 
Deutschland GmbH (Telekom) ab dem 1. Dezember 2014 bekannt gegeben.          
Der Entgeltvorschlag sieht vor, dass die Telekom für Verkehr, den sie von 
Wettbewerbern im Rahmen von Netzzusammenschaltungen auf der untersten Netzebene 
zur Durchleitung übergeben bekommt, künftig 0,24 ct/min. verlangen darf. Dies 
gilt sowohl für die Anrufzustellung im Netz der Telekom ("Terminierung") als 
auch für den insbesondere bei Call-by-Call- und Preselection-Gesprächen 
erforderlichen Aufbau von Verbindungen aus dem Telekom-Netz zu 
Wettbewerbernetzen ("Zuführung"). Für Verbindungen, die von der Telekom auf 
höheren Netzebenen zugeführt werden müssen und daher mehr Netzelemente in 
Anspruch nehmen, sollen die Entgelte          
für den Verbindungsaufbau 0,35 ct/min (Tarifzone II) und 0,41 ct/min. 
(Tarifzone III) betragen. Die Entgelte für die Anrufzustellung in den 
Tarifzonen II und III unterliegen nicht der Genehmigungspflicht. Anders als 
bisher soll es künftig keine Differenzierung der Entgelte für Verbindungen an 
Werktagen von 9 Uhr bis 18 Uhr (Haupttarif) bzw. in der übrigen Zeit 
(Nebentarif) mehr geben. Eine solche Unterscheidung ist im Endkundengeschäft 
nicht mehr üblich und auch sonst nicht mehr gerechtfertigt.          
Wie bereits in der letzten Entgeltgenehmigung wird auch in dem jetzigen 
Entscheidungsentwurf  die aktuell von der Telekom durchgeführte 
Netzmodernisierung berücksichtigt. Die Durchleitungsentgelte wurden deshalb auf 
der Grundlage eines modernen und effizienten Netzes der nächsten Generation, 
sog. "NGN", ermittelt. Anders als bei dem bisherigen reinen Sprachtelefonnetz 
auf Basis der leitungsvermittelnden PSTN-Technik können über ein 
paketvermittelndes NGN nahezu alle Dienste wie Internet, IP-TV, Sprache usw. 
abgewickelt werden. Dabei beansprucht die Sprachtelefonie im Vergleich zu 
anderen Diensten nur eine vergleichsweise geringe Bandbreite. Dies führt zu 
deutlich niedrigeren Kosten für die Sprachtelefonie und somit auch zu 
geringeren Verbindungsentgelten. Hinzu kommt, dass die technischen 
Einrichtungen eines NGN vielfach ein besseres Preis-Leistungsverhältnis 
aufweisen.          
In die vorgeschlagenen Entgelte wurden - wie in der letzten Entgeltentscheidung 
-  auch dieses Mal noch bestehende Aufwendungen der Telekom für den Betrieb 
ihres PSTN-Netzes mit einkalkuliert.          
Damit wird dem Umstand, dass die Telekom ihr existierendes PSTN-Netz nicht von 
heute auf morgen abschalten und sofort vollständig auf ein effizienteres NGN 
umsteigen kann, in angemessener Weise Rechnung getragen. Über das PSTN-Netz 
wird derzeit noch ein großer Teil des Sprachverkehrs abgewickelt.          
Der Entgeltvorschlag beinhaltet neben den Basisentgelten für          
die Terminierungs- und die Zuführungsleistungen auch die daraus abgeleiteten 
Durchleitungsentgelte für Verbindungen zu Service-und Mehrwertdiensterufnummern 
((0)800er, (0)180er, (0)900er Rufnummern etc.).          
Der Entscheidungsentwurf wird am 23. Juli 2014 auf den Internetseiten der 
Bundesnetzagentur (www.bundesnetzagentur.de) zur nationalen Konsultation 
veröffentlicht. Für interessierte Parteien besteht dann Gelegenheit, bis zum 
20. August 2014 schriftlich dazu Stellung zu nehmen. Anschließend wird der 
Entscheidungsentwurf der EU-Kommission und den nationalen Regulierungsbehörden 
der übrigen EU-Mitgliedstaaten übermittelt, die dann innerhalb eines Monats 
Stellungnahmen abgeben können. Sofern die EU-Kommission keine ernsthaften 
Bedenken gegen den Vorschlag der Bundesnetzagentur äußert, können die Entgelte 
ab dem 1. Dezember 2014 endgültig in Kraft treten.          
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