GERMAN CARTEL OFFICE CONCLUDES BEER CARTEL PROCEEDINGS (GERMAN)

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Bundeskartellamt / Kartellverfolgung
Kartellverfahren gegen Bierbrauer mit weiteren Geldbußen abgeschlossen
Bonn, 2. April 2014: Das Bundeskartellamt hat weitere Geldbußen wegen 
verbotener Preisabsprachen bei Bier in Höhe von insgesamt 231,2 Mio. € gegen 
die Unternehmen Carlsberg Deutschland GmbH (Carlsberg), Radeberger Gruppe KG 
(Radeberger), Privat-Brauerei Bolten GmbH & Co. KG (Bolten), Erzquell Brauerei 
Bielstein Haas & Co. KG (Erzquell), Cölner Hofbräu P. Josef Früh KG (Früh), 
Privat-Brauerei Gaffel Becker & Co. OHG (Gaffel) und den Verband 
Rheinisch-Westfälischer Brauereien e. V. (Brauereiverband NRW) sowie gegen 
sieben persönlich Verantwortliche verhängt.
In dem durch einen Bonusantrag der Anheuser-Busch InBev Germany Holding GmbH 
(AB InBev) ausgelösten Bußgeldverfahren waren bereits zum Jahreswechsel gegen 
fünf Brauereien und sieben Verantwortliche Bescheide mit einem Bußgeldvolumen 
von 106,5 Mio. € ergangen (vgl. Pressemitteilung des Bundeskartellamtes vom 13. 
Januar 2014), die zwischenzeitlich rechtskräftig geworden sind. Die Verfahren 
gegen die verbliebenen Brauereien sowie den Regionalverband wegen derselben 
Sachverhalte sind nun abgeschlossen. Der Großteil der Bußgeldsumme entfällt 
dabei auf die zur Dr. August Oetker KG gehörende Radeberger und auf Carlsberg 
als Tochter der dänischen Carlsberg Breweries A/S.
Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: „Mit den heutigen Bescheiden 
haben wir das Kartellverfahren Bier abgeschlossen. Insgesamt haben wir 
Bußgelder in Höhe von rund 338 Mio. Euro gegen elf Unternehmen, den 
Brauereiverband NRW und 14 persönlich Verantwortliche verhängt. Die betroffenen 
Hersteller stehen für mehr als die Hälfte des in Deutschland verkauften Bieres. 
Der Umsatz der Branche liegt bei weit über sieben Milliarden Euro pro Jahr. 
Angesichts dieser Umsätze sind die hohen Bußgelder angemessen und notwendig, um 
eine wirkungsvolle Ahndung zu erreichen.“          
Die Höhe der Geldbußen richtet sich nach der Schwere und der Dauer der Tat. Im 
Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen wird der Bußgeldrahmen nach oben mit 10% 
des Gesamtumsatzes des Unternehmens begrenzt. Außerdem spielt der sogenannte 
kartellbefangene Umsatz, also der Umsatz mit den Produkten, die tatsächlich 
Gegenstand der Absprache waren, eine wichtige Rolle. In der Tendenz ergeben 
sich deshalb für große konzernverbundene Unternehmen auch höhere Strafen. Das 
Bundeskartellamt macht keine Angaben zu den gegen die beteiligten Unternehmen 
oder Personen jeweils im Einzelnen verhängten Bußgeldsummen.
Die Geldbußen sind noch nicht rechtskräftig. Gegen die Bescheide kann Einspruch 
eingelegt werden, über den das Oberlandesgericht Düsseldorf entscheidet.
In einem weiteren Bußgeldverfahren des Amtes wegen des Verdachts auf Absprachen 
zwischen verschiedenen Kölsch-Brauern hat das Bundeskartellamt seine 
Ermittlungen gegen die Unternehmen und persönlich Verantwortlichen aus 
Ermessensgründen eingestellt. Hier war _ parallel zu dem nun abgeschlossenen 
Verfahren gegen bundesweite und regionale Preisabsprachen von Premiumbrauereien 
und regionalen Brauereien mit Schwerpunkt in NRW _ dem Verdacht von 
Preisabsprachen auf lokaler Ebene unter Kölschbrauereien nachgegangen worden. 
Es konnte jedoch nicht nachgewiesen werden, inwieweit neben bundesweiten und 
regionalen Absprachen auch lokale Preisabsprachen unter Kölschbrauereien 
getroffen wurden. Gegenstand des Verfahrens war zudem der Austausch zwischen 
den Wettbewerbern über den jeweiligen Bierausstoß. Diese ebenfalls 
wettbewerblich bedenkliche Praxis wurde zwischenzeitlich beendet. 
Ansprechpartner für Ihre Rückfragen:
Kay Weidner (Pressesprecher)
Tel.: 0228/9499-215
kay.weidner@bundeskartellamt.bund.de 
Mit freundlichen Grüßen 
Nadine Lorenz
____________________________________________ 
Bundeskartellamt
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Fax:  +49 (0)228 9499 143
E-Mail: nadine.lorenz@bundeskartellamt.bund.de
 
 
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