VERDI TO CONTEST MUNICH RE SPVY BOARD ELECTION IN COURT (GER)

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M e d i e n i n f o r m a t i o n 
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Bundesvorstand
www.verdi.de 
ver.di wird Aufsichtsratswahl bei Munich Re gerichtlich anfechten 
Berlin, 26.03.2014 
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) wird die 
Aufsichtsratswahl beim Versicherungskonzern Munich Re gerichtlich 
anfechten. Das Europäische Wahlgremium der Munich Re hat die 
sogenannte "Neue Assekuranz-Gewerkschaft" (NAG) zur Wahl der 
gewerkschaftlichen Arbeitnehmervertreter zugelassen, obwohl ein 
externes Rechtsgutachten ausdrücklich festgestellt hatte, dass die 
NAG nicht die Voraussetzungen einer tariffähigen Gewerkschaft 
erfüllt. "Da die NAG keine Gewerkschaft ist, ist die Wahl ungültig", 
sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Beate Mensch. "Es bleibt uns 
also keine andere Möglichkeit, als die Wahl gerichtlich anzufechten." 
ver.di hatte frühzeitig die Bedenken bezüglich der 
Gewerkschaftseigenschaft der NAG gegenüber dem "Ständigen Ausschuss",
der die Funktion des Wahlvorstands hat, geltend gemacht. Mangels 
einer ausreichenden Zahl von Mitgliedern sei die NAG nicht 
legitimiert, nicht durchsetzungsfähig, nicht tarifmächtig und erfülle
daher nicht die Vorgaben des Bundesarbeitsgerichts für die 
Anerkennung als Gewerkschaft. 
Der "Ständige Ausschuss" hatte daraufhin ein Rechtsgutachten bei 
einer renommierten Münchner Anwaltskanzlei in Auftrag gegeben, um die
Wahlberechtigung der Arbeitnehmervereinigungen zu prüfen. Dieses 
Gutachten kommt zu dem eindeutigen Ergebnis, dass die NAG nicht als 
Gewerkschaft zu qualifizieren sei. Die Gutachter empfahlen dem 
"Ständigen Ausschuss", "die NAG bzw. deren Vorschlagsliste 
auszuschließen, um so die Gefahr der Anfechtbarkeit der Wahl 
möglichst gering zu halten". Trotzdem ließ der "Ständige Ausschuss" 
die NAG zur Aufsichtsratswahl zu. 
"Es ist unverantwortlich, dass man sich in einem internationalen 
DAX-Konzern über die rechtlichen Voraussetzungen für die 
Aufsichtsratswahl so leichtfertig hinwegsetzt", sagte Beate Mensch. 
"Es geht hier immerhin um die gesetzeskonforme Zusammensetzung des 
Aufsichtsrats, damit dieser seine Aufgaben ordnungsgemäß erledigen 
kann. Deshalb werden wir auf jeden Fall eine gerichtliche Klärung 
herbeiführen." 
Pressekontakt:
V.i.S.d.P.: 
Christoph Schmitz
ver.di-Bundesvorstand
Paula-Thiede-Ufer 10
10179 Berlin 
Tel.: 030/6956-1011 
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Fax: 030/6956-3001 
e-mail:
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