GERMAN BDB SAYS ECB RATE CUT WILL HAVE LOW ECONOMIC IMPACT (GER)

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Presse-Info 
EZB-Zinssenkung ? konjunkturelle Wirkung nicht überschätzen, Risiken im 
Blick behalten 
Berlin, 7. November 2013 ? ?Angesichts des schon seit Längerem sehr 
niedrigen Zinsniveaus werden die konjunkturellen Effekte der heutigen 
Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) allenfalls sehr gering 
ausfallen?, erklärt Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des 
Bankenverbandes. Kemmer erwartet durch diesen Schritt auch keine 
nennenswerte Belebung der Kreditvergabe in den Peripherieländern. 
?Mittel- bis längerfristig nehmen allerdings die Risiken der 
Niedrigzinspolitik weiter zu ? insbesondere die Gefahr von falschen 
Risikoeinschätzungen, verzerrten Investitionsentscheidungen und 
Vermögenspreisblasen?, mahnt Kemmer. Angestoßen wurde der heutige 
Zinsschritt offenbar durch die Preisentwicklung im Euro-Raum, die zuletzt 
stark gedämpft gewesen ist. 
Ernsthafte Deflationsrisiken kann der Bankenverband jedoch nicht ausmachen. 
Kemmer: ?Die Wirtschaft im Euro-Raum hat sich in den Sommermonaten 
stabilisiert und wird in den kommenden Monaten auf einem moderaten 
Wachstumskurs bleiben. Zudem wird sich die Aufwertung des Euro, die die 
Importpreise zuletzt stark gebremst hat, kaum fortsetzen, denn die Erholung 
in den USA sollte auch im nächsten Jahr etwas robuster ausfallen als in 
Europa.? 
Der Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes hält es zudem für richtig, 
dass die EZB ihren Einlagezins unverändert bei Null gelassen hat. Mit einem 
negativen Einlagezins ? also einer Gebühr für das Halten von Liquidität bei 
der EZB ? hätte sich die Notenbank auf ein sehr schwieriges und ungewisses 
Terrain begeben. ?Negative Zinsen sind keine gute Maßnahme, um Erwartungen 
zu stabilisieren und die Investitionsneigung zu erhöhen. Beispielsweise in 
Dänemark haben sie sogar zu steigenden Kreditzinsen geführt?, betont 
Kemmer. 
Pressekontakt:
Dr. Kerstin Altendorf
Pressesprecherin
Bundesverband deutscher Banken
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