VER.DI UNION COMMENTS ON COMMERZBANK'S JOB CUT PLANS (GERMAN)

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P r e s s e i n f o r m a t i o n 
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Bundesvorstand
www.verdi.de 
Commerzbank: Kahlschlag für ver.di und Betriebsräte nicht 
verhandelbar 
Berlin, 24.01.2013 
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) kündigt ihren 
entschiedenen Widerstand gegen den geplanten drastischen Stellenabbau
bei der Commerzbank an. "ver.di steht an der Seite der Beschäftigten.
Die jetzt vorgesehenen Maßnahmen sind in keiner Weise akzeptabel. 
Beschäftigte, Betriebsräte und Gewerkschaft werden im Schulterschluss
diesen Kahlschlag bekämpfen", sagte ver.di-Vorstandsmitglied Beate 
Mensch am Donnerstag in Berlin. "Dieser Frontalangriff auf die 
Arbeitsbedingungen ist mit dem Ziel, gute Bankdienstleistungen vor 
allem im Kundengeschäft zu bieten, nicht vereinbar." Auch der 
Gesamtbetriebsrat der Commerzbank lehnt die aktuellen Vorschläge des 
Vorstands zu einem neuerlichen Personalabbau in der Bank klar ab.  
Nach Angaben des Vorstands sollen weltweit im Konzern bis zu 6.000 
Stellen Vollzeitstellen abgebaut werden, davon alleine 4.600 Stellen 
- also 15 Prozent des Personalbestandes - bei der Commerzbank AG im 
Inland. Durch die Einbeziehung von Teilzeitkräften würden durch den 
Stellenabbau weitaus mehr als 6.000 Beschäftigte betroffen. 
Zusätzlich plant der Vorstand, die Aufgaben von 600 Vollzeitkräften 
auszulagern, vorwiegend an Tochtergesellschaften im Inland. Da dies 
aber ohne das Angebot von Ersatzarbeitsplätzen für die betroffenen 
Beschäftigten geschehen soll, wird der Arbeitsplatzabbau weiter 
vergrößert. 
Besondere Einschnitte drohen im Privatkundenbereich. Nach Aussagen 
des Commerzbank-Vorstands bestehe dort eine Überkapazität von 30 
Prozent, das entspräche rund 3.400 Vollzeitstellen. Davon sollen 
1.800 kurzfristig abgebaut werden, der Rest wird von geplantem 
Wachstum abhängig gemacht. Neben diesem personalpolitischen 
Kahlschlag müssen sich die Beschäftigten des Privatkundenbereiches 
der Bank auch darauf einstellen, dass die Bank ihnen erhebliche 
Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen zumuten will. So sollen die
Öffnungszeiten der Filialen erheblich ausgedehnt werden, so dass 
versetzte Arbeitszeiten ("Schichtzeiten") eingeführt werden müssten. 
Die Arbeitgeber wollen zudem die Einführung der Samstagsöffnung neu 
diskutieren. Wegen der ausgedünnten Personaldecke und der 
gleichzeitig verlängerten Öffnungszeiten müssten sich die 
Beschäftigten auch auf wechselnde Arbeitsorte einstellen, bei 
gleichzeitig verschlechterten Gehaltsbedingungen, da auch die 
Gehälter der Beschäftigten im Privatkundenbereich abgesenkt werden 
sollen. 
Aus der Übernahme der Dresdner Bank sind betriebsbedingte Kündigungen
bei der Commerzbank bis Ende 2013 ausgeschlossen. Ziel müsse es sein,
dass dieser Kündigungsschutz bis 2016 verlängert werde, erklärte 
Beate Mensch. 
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Christoph Schmitz
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