GERMAN CARTEL OFFICE APPROVES GM, PEUGEOT COOPERATION (GERMAN)

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Bundeskartellamt / Automobilwirtschaft
Bundeskartellamt gibt strategische Allianz von General Motors und 
Peugeot-Citroën frei 
Bonn, 26. Oktober 2012: Das Bundeskartellamt hat heute die strategische Allianz 
von General Motors Holding, Detroit, USA, und Peugeot S.A., Paris, Frankreich, 
freigegeben. Die beiden Automobilhersteller beabsichtigen, ihren gesamten 
weltweiten Einkauf zusammenzulegen und ihr Produktionsmaterial möglichst 
weitgehend anzugleichen. Die Allianz sieht auch eine 7%ige Kapitalbeteiligung 
von General Motors an Peugeot, sowie mehrere Abkommen über die gemeinsame 
Entwicklung von Fahrzeugplattformen bzw. Modulen für den Fahrzeugbau und ein 
Logistikabkommen zwischen General Motors und der Peugeot-Tochter Gefco vor. 
Werbung, Marketing und Vertrieb sollen nicht zusammengelegt werden.
Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: ?Mit der strategischen Allianz 
geht eine gewisse Marktkonzentration einher. Diese führt im Ergebnis aber nicht 
zu einer marktbeherrschenden Position von General Motors und Peugeot. In den 
meisten Fahrzeugsegmenten verkaufen andere Hersteller sowohl in Deutschland als 
auch in Europa mehr Fahrzeuge. Auch im Verhältnis gegenüber den Zulieferern 
hält die Konkurrenz stärkere Marktpositionen inne.?
In Europa ist General Motors vor allem mit den Marken Opel und Vauxhall sowie 
Chevrolet vertreten. Peugeot verkauft auch Fahrzeuge der Marke Citroën und ist 
Europas zweitgrößter Automobilhersteller (nach Neuzulassungen). 
Als Nachfrager kaufen die beiden Automobilhersteller allein für den Fahrzeugbau 
mindestens 20.000 - 40.000 verschiedene Teile und Module ein. Diesen Bedarf und 
fast das gesamte sog. Nicht-Produktionsmaterial beabsichtigen General Motors 
und Peugeot künftig aus einer Organisation heraus gemeinsam zu beschaffen. Das 
Bundeskartellamt hat die Marktstrukturen für den Einkauf von zentralen Modulen, 
wie z.B. Motoren, Getriebe, Armaturenbretter etc. untersucht und keine Hinweise 
auf die Entstehung einer marktbeherrschenden Stellung festgestellt. In allen 
Produktgruppen sind andere Automobilhersteller zum Teil deutlich stärkere 
Nachfrager. 
General Motors und Peugeot beabsichtigen auch künftig nicht unter einer 
gemeinsamen Marke und einem gemeinsamen Vertrieb auf den Absatzmärkten 
vertreten zu sein. Allerdings zielt das gesamte Vertragswerk der strategischen 
Allianz auf eine Verbesserung der Marktstellung auf den Absatzmärkten. Das 
Bundeskartellamt hat daher die Marktstellung von General Motors und Peugeot 
sowohl in Deutschland als auch in Europa jeweils insgesamt und nach einzelnen 
Fahrzeugkategorien getrennt - Minis, Kleinwagen, Kompaktklasse, Mittelklasse, 
Obere Mittelklasse, Luxusfahrzeuge, Multi Purpose Vehicles (Vans), Sports 
Utility Verhicles (SUVs) und Leichte Nutzfahrzeuge - untersucht. In Deutschland 
lag General Motors 2011 nach Neuzulassungen insgesamt hinter VW, Daimler und 
BMW mit einem Anteil von ca. 9% an vierter und Peugeot an achter Stelle mit ca. 
4,7%. General Motors und Peugeot waren auch in keiner der untersuchten 
Kategorien Marktführer in Deutschland. Im EWR ist Peugeot der insgesamt
zweitgrößte Automobilhersteller nach VW; General Motors folgt auf dem vierten 
Platz mit 8,6% Marktanteil. In den Fahrzeugkategorien Multi Purpose Vehicles 
und Leichte Nutzfahrzeuge ist Peugeot zwar führend, allerdings mit Anteilen, 
die unter einem Drittel lagen. Zudem sind in diesen Kategorien auch Renault, 
Ford und VW mit nicht unerheblichen Anteilen tätig, so dass ein 
unkontrollierter Verhaltensspielraum von Peugeot auch in dieser 
Fahrzeugkategorie nicht festgestellt werden konnte. Das Bundeskartellamt hat 
bei der Bewertung der Marktstellung auf den Absatzmärkten auch berücksichtigt, 
dass zwischen 2007 und 2011 ca. 2 Mio. Fahrzeuge weniger zugelassen wurden und 
gleichzeitig der Marktanteil von General Motors um ca. 2% und der Marktanteil 
von Peugeot um ca. 1,3% gesunken ist.
Die Prüfung des Vorhabens fiel in die Zuständigkeit des Bundeskartellamtes und 
nicht in die der Europäischen Kommission, da nach der europäischen 
Fusionskontrolle im Gegensatz zum deutschen Kartellrecht nur der Erwerb der 
Kontrolle über ein anderes Unternehmen anmeldepflichtig ist. 
Ansprechpartner für Ihre Rückfragen:
Kay Weidner (Pressesprecher)
Tel.: 0228/9499-215
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Mit freundlichen Grüßen 
Nadine Lorenz
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