GERMAN BDB WELCOMES PLANS FOR EUROP. BANKING SUPERVISION (GER)

     (The following press release from BdB was received by e-mail. It was not 
confirmed by the sender.) 
Bankenverband begrüßt Pläne für europäische Bankenaufsicht 
12. September 2012 ? ?Der europäische Bankensektor wird mit der EZB als
oberste Aufsichtsbehörde an Stabilität gewinnen?, sagte Michael Kemmer,
Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes, heute in Berlin. ?Die vorgelegten
Pläne der Kommission sind ein weiterer großer Schritt auf dem Weg zu einem
starken Finanzplatz.? 
Dabei sei es richtig, dass die EZB die Verantwortung für alle
Kreditinstitute im Euroraum erhalte. Eine Differenzierung zwischen
vermeintlich systemrelevanten und nicht systemrelevanten Instituten wäre
nicht sachgerecht. Die Krise habe gezeigt, dass Risiken nicht nur bei
internationalen Großbanken beheimatet seien. Northern Rock, IKB und die
spanischen Cajas gehörten nicht zu den großen Instituten Europas. ?Von
daher ist es gut, wenn die EZB Durchgriffsrechte auf alle Institute im
Euroraum bekommt ? denn es muss gelten: Gleiche Regeln für gleiches
Geschäft und gleiches Risiko. In der praktischen Aufsichtstätigkeit dürfte
sich insbesondere für kleinere und mittlere Institute gar nicht so viel
ändern?, erwartet Kemmer. Den nationalen Aufsehern unter der Verantwortung
der EZB werde auch künftig eine entscheidende Rolle bei der laufenden
Aufsicht zukommen. 
?Der von der Kommission vorgelegte Zeitplan ist ehrgeizig?, so Kemmer
weiter. Umso wichtiger sei es, die EZB für ihre Aufgaben zügig mit den
notwendigen Ressourcen auszustatten, um zu einer funktionierenden Aufsicht
zu gelangen. 
Kemmer mahnte, dass die neue Aufsicht zwar mehr Stabilität für den
europäischen Finanzplatz bedeute, jedoch nicht die Staatsschuldenkrise
löse. Hier sei weiterhin die Politik gefordert. ?Die europäische Aufsicht
ist ein wichtiger Pfeiler für das Fundament Europas. Sie kann das Haus aber
nicht alleine tragen.? 
Die weiteren Schritte zu einer europäischen Bankenunion sollten nach
Auffassung des Bankenverbandes deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen.
Insbesondere ein gemeinsamer Haftungsverbund für die Einlagensicherung
stehe nicht zur Debatte. Zunächst müsse eine Einigung auf die europäische
Einlagensicherungsrichtlinie herbeigeführt werden, bei der die bewährten
inländischen Systeme erhalten bleiben. Weitere Vereinheitlichungen seien
aus derzeitiger Sicht ohne eine sehr viel stärkere politische Integration
in Europa nicht denkbar. 
Pressekontakt:
Thomas Schlüter
Pressesprecher
Bundesverband deutscher Banken
Telefon: +49 30 1663-1230
Telefax: +49 30 1663-1272
thomas.schlueter@bdb.de
www.bankenverband.de/presse
 
 
Press spacebar to pause and continue. Press esc to stop.